Tallinn 24.-26.07.

Veröffentlicht am 28. Juli 2026 um 16:13

Bei schönstem Sonnenschein geht es am 24.07. in die Hauptstadt Estlands, heute werden es mal wieder 20 Grad. Mein Ziel ist zunächst der Campingplatz im Yachthafen, hier habe ich einen guten Blick auf die Stadt. Zudem fanden hier 1980 die Segelwettbewerbe der Moskauer Olympia statt, einige Gebäude werden genutzt, andere scheinen verlassen zu sein. Ich scheine wohl gerne ungewöhnliche Campingplätze aufzusuchen, dazu ein andern mal gerne mehr.

In den nächsten 2,5 Tagen werde ich Tallinn erkunden und manchmal denken (hier war ich doch schon mal…tatsächlich, vor 25 Jahren war ich mit den Pfadfindern hier. Ziemlich abenteuerlich, wenn man bedenkt, dass alle Grenzen nach „Osten“ noch geschlossen waren und wir von Berlin mit dem Eurolines Bus hergefahren sind, an jeder Grenze wurden Ausweise eingesammelt und wenn der Grenzbeamte mit der Kalischnikow deinen Namen vorlas, dann musste man aufstehen…wie gut, dass es heute hier anders ist und wollen wir nicht hoffen, dass sich dies wieder verändert…).

Architektonisch ist es oft ein wilder Mix innerhalb der Stadt, in den letzten Jahren wurde viel gebaut und wird es immer noch. Dann sieht man auch wieder die typischen Häuser aus der Sowjetzeit und wirklich alte Gebäude aus dem Mittelalter. Die Altstadt ist wirklich sehenswert, schaut euch gerne dazu die Fotos an. Tallinn hat knapp 500.000 Einwohner, während Estland insgesamt 1,3 Mio Einwohner zählt. Man muss ständig in Kauf nehmen, dass man in der Altstadt entweder Treppen raufgeht oder einen Berg. Ich schaue mir Bilder im Museum Fotografiska an bzw. gehe in die Van Gogh Ausstellung im hippen Viertel Telliskivi. Schlemme auch in der Markthalle und erfahre bei der obligatorischen Stadtführung viele interessante Neuigkeiten, wie z.B., dass Estland und Finnland sich die Melodie der Nationalhymnen teilen oder dass Estland seit mehreren Jahren bei „Pisa“ auf Platz 1 ist. Das mit „Pisa“ habe ich bereits von Margus und Marga auf der Fähre von Kiel nach Klaipeda erfahren (sie Lehrerin, er Hausmeister, kann man sich nicht ausdenken). Mit den beiden Esten hatte ich das ein oder andere nette Gespräch, sie gaben mir einige Empfehlungen und planten Norbert, einem Motorradfahrer, seine detailliert geplante Tour um. Krass, wie durchgeplant manche Leute sind, er hatte jede Übernachtung vorgebucht, seine zu fahrende Kilometerzahl geplant und sämtliche Sehenswürdigkeiten in seiner Tabelle vermerkt.

Hierbei und in Tallinn habe ich eine gute Zeit bei dann doch wieder wechselhaftem Wetter, ich freue mich nun aber doch auf die wildere Natur in Skandinavien!


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