Auch heute Morgen ist es in Oslo frostig kalt. Ich könnte es mir leicht machen, die gut 300 Kilometer bis nach Kristiansand abfahren und noch einen Strand- bzw. Küstenurlaub einschieben, aber ich kann und will noch nicht. Ich muss wieder zurück in die Berge und so fahre ich gegen 7:30 Uhr durch den Berufsverkehr. Der Weg führt zunächst zurück durch dichten Nebel über Drammen und Kongsberg, dort wo sich der Nebel lichtet sehe ich den Herbst in seiner vollen Farbenpracht. 270 Kilometer sind es bis nach Hovden, dafür brauche ich mit 2 kleinen Fotostopps, Supermarkt- und Tankstopp fast 5 Stunden. Bei der berühmten Stavkirche in Heddal musste ich natürlich anhalten. Ich fahre etwas südlicher von Rjukan entlang und einige Ortsnamen sagen mir etwas, wie könnte man auch einen Ort namens Bratland je vergessen? Je weiter ich fahre, desto mehr ist der Winter zu erkennen, die Bäume haben ihre Blätter verloren und die Straße ist teilweise auch glatt, zudem fahre ich durch einen Ort in dem `52 und `94 die Skiwettbewerbe ausgetragen wurden. Meine 10 Kilometer lange Wanderung namens Børtemannsbekken ist sogar eine Rundtour und führt mich bei schönstem Wetter auf beiden Seiten des wasserfallartigen Flusses entlang. Auf den Felsen sonnen sich ein paar Leute, auch sonst ist hier ganz gut was los, hätte ich nicht gedacht. Der Boden ist teils gefroren, es kracht ein wenig als würde man über Eis laufen, darunter wartet dann teils der tiefe Matsch. Es gibt ein paar kleine Bäche, die ich quere, aber die größte Herausforderung ist die Flussquerung selbst. Vor ein paar Wochen hätte ich mir entweder nasse Füße geholt oder wäre wieder umgegangen. Nun schaue ich mir zuerst ein paar passende Stellen an und quere den ca. 10 Meter breiten Fluss (hier übertreibe ich mal nicht), nutze ein paar große Steine über die ich klettern muss und störe mich nur wenig an dem tiefen Wasser von ca. 40-50 Zentimetern.
20.10. – 99. Tag meiner Reise, was für eine wahnsinnige Zahl! Heute ist der Tag der Hüttenwanderung bzw. –übernachtung. Morgens um 7 Uhr sind es noch MINUS 6 Grad, das ist ein neuer Rekord. Irgendwann schafft es die Sonne durch den Nebel zu kommen und ich muss bei 6 Kilometern Weg bis zur Berdalsbu auf 1000 Metern nicht so früh los. Im Vergleich zum Haldetoppen muss ich auch nur gut 200 Höhenmeter in Angriff nehmen, eigentlich ist nur der letzte Hügel ein wenig steil. Der Weg führt mich durch einen kleinen Wald, neben den gefrorenen Wegen gibt es sogar richtig kleine Eisfelder, das ist gar keine gute Idee hier einzukrachen, denn darunter wartet wieder der sumpfige Weg. Trotzdem brauche ich nur 2 Stunden. Ich freue mich als ich die Hütte sehe, in diesem Fall sind es sogar 2 (die Feuerholz/Toilettenhütte nicht mitgezählt) und sie ist sogar noch recht warm. Für mich ist es noch einmal ein ganz besonderes Erlebnis in einer Hütte zu übernachten, während einige Hütten bewirtschaftet sind und teilweise über 100 Betten haben, gibt es einige mit einem Proviantraum (wie auch hier) oder dort nur die Hütte steht, teils unverschlossen sind oder mit dem DNT Schlüssel bzw. Spezialschlüssel zu öffnen sind. In meiner Hütte gibt es neben dem Küchen- und Wohnbereich noch 2 Schlafräume mit je 4 Betten. In der anderen Hütte sieht das nach Matratzenlager aus. Immerhin gibt es hier direkt Zugang zum Fluss und ich musste das Wasser nicht mitschleppen. Ich genieße zuerst die Sonne und mein Mittagessen von gestern und danach konzentriere ich mich auf das Wesentliche (Wasser holen, Feuer machen), hier ist einfach noch einmal alles viel reduzierter - also nehme ich mir die Auszeit von der Auszeit :) Nachmittags besuchen mich dann Rachel mit ihrer Tochter (ca. 1 Jahr, ihre erste Hüttenübernachtung), da die beiden noch einen Hund dabei haben, dürfen sie nur in der anderen Hütte übernachten. Es ist total nett mit ihr über Norwegen zu schnacken, denn auch sie hat eine Einwanderperspektive, sie kam aus London über Umwege von Japan, Australien und Spanien vor 10 Jahren nach Norwegen, Wahnsinn! Schade, dass es sich am frühen Abend so zuzieht, dass ich den Sonnenuntergang nicht mehr sehe. Bei Kerzenschein lese ich erst und höre dann den Livestream vom BVB, der Wind pfeift dabei ordentlich um die Hütte. Es ist dann auch noch ein Erlebnis bei diesem Wetter die Toilette aufzusuchen während der Halbmond hinter den Wolken verschwindet und sich einige wenige Sterne zeigen.
Morgens schneit es, da es noch dunkel ist, mache ich mir dann doch noch ein Feuerchen an, bevor ich um 8:30 Uhr losstampfe. Nun komme ich doch noch zu meiner Schneewanderung, obwohl dieser leider dann doch in Nieselregen übergeht. Trotzdem war das mal wieder ein ziemlich magischer Moment. Danach beginnt wieder die Suche nach den geöffneten Campingplätzen, denn ich brauche auf jeden Fall eine heiße Dusche! Im Internet brauche ich fast gar nicht mehr nachsehen, da dort häufig steht, dass der Platz noch geöffnet hat und es dann letztendlich doch nicht ist. So fahre ich noch eine gute Stunde weiter Richtung Süden und erhole mich dann erstmal bzw. räume meine ganzen Sachen aus und um. Es regnet in Strömen, also bleibt mir gar nichts anders übrig als in meinem Camper zu hocken. Abends sehe ich noch eine interessante und zugleich schockierende Doku auf Arte über die Lofoten – wirklich sehenswert, ich war bei keinem dieser Hotspots, die im Film gezeigt werden.
Keinesfalls werde ich vermissen meine Regenjacke und Regenhose anzuziehen, um auf die Toilette zu gehen. Ich stehe auf und es hat die ganze Nacht geregnet, sodass ich direkt in die große Pfütze vor meiner Tür stolpere – großartiger Tagesbeginn. Den weiteren Verlauf schüttet es nur noch und wirkliche Ideen oder Alternativen gibt es nicht, ich möchte hier noch etwas in der Region bleiben, es würde keinen Sinn machen bereits nach Stavanger zu fahren (Fußball am Sonntag). So sitze ich heute 1,5 Stunden im Auto, würde gerne in der unwirklichen Bergwelt wandern gehen und mache doch nur einen kurzen Abstecher zum Wasserfall Dargefossen. Nach dem Mittagessen ergibt sich eine kurze Regenpause in der ich dann noch Hoffnung auf eine kleine Tour habe. Doch es wird nur ein kurzer Spaziergang ohne Hund, bei dem ich nass wie ein Hund zurückkomme. Morgen soll es immerhin besser werden und die restliche Zeit in Norwegen regnen, das kann ja was werden…
Wie gut, dass das Wetter am Freitag mitspielt und es nicht regnet, sodass ich so meine 12 Kilometer lange Rundtour, die u.a. auf den Hilleknuten (1209 Meter hoch - knapp 500 Höhenmeter für mich) führt, antreten kann. Der Weg führt zunächst über die steile Skipiste und bereits hier habe ich einen schönen Ausblick auf den wolkenverhangenen Fjord. Beim Aufstieg quere ich den ersten Wasserfall, dies wird heute nicht die einzige Flussüberquerung bleiben. Leider zieht der Nebel in Gipfelnähe rein und ich kann immer weniger sehen, auf der anderen Bergseite liegt Schnee. Hier habe ich gerade einmal 2 Kilometer meiner Wanderung geschafft und es wäre ein großer Fehler gewesen hier einfach umzukehren. Die Landschaft, die sich danach eröffnet ist wirklich atemberaubend, ich frage mich, ob ich noch in Norwegen bin, oder ob dies bereits ein anderer Planet ist. Ein weites felsiges Tal mit vielen Wasserfällen erstreckt sich vor mir. Es folgen noch bestimmt 5 Flussüberquerungen mit 40-50 Zentimeter Wassertiefe, ich bin stolz wie Oskar als ich diese trockenen Fußes überwunden habe. Die Felsen sind teilweise gar nicht glatt, teils aber doch von Moosen und Wasserläufen durchzogen und so passiert es dann doch, dass ich mich einmal richtig hinlege. Vor allem durch mein Handgelenk durchfährt mich ein heftiger Schmerz, es scheint noch alles dran zu sein und da sind es bestimmt noch 3-4 Kilometer die vor mir liegen…Am Ende der Tour kommt sogar noch die Sonne raus und ich bin zwar nach 7 Stunden ziemlich fertig, auch mal wieder maximal dreckig, da die Hose bis zu meinen Kniekehlen nass und dreckig ist, aber auch total glücklich, dass ich es geschafft habe. Ich fahre danach allerdings noch fast 100 Kilometer bis zum nächsten Campingplatz und dort habe ich Schwierigkeiten die Rezeption zu erreichen, sodass ich noch über eine Stunde auf meine wohlverdiente Dusche warten muss.
Der Sturz war dann wohl irgendwie doch heftiger als gedacht, was ich heute wirklich merken werde. Meine Hand scheint vollkommen ok zu sein, dafür tut mir aber meine gesamte rechte Seite weh (Knie, Rippen, Schulter), das sehe ich aber erst auf meiner nächsten Wanderung ein. Es kommt mir während der Tour so vor als wäre mein Energielevel nun tatsächlich am Ende. Eigentlich möchte ich heute auf den Dyranten gehen (3,6 Kilometer ein Weg) und ich stelle auf dem Weg fest, dass ich es mir etwas leichter mache und einfach nur zum vorherigen Gipfel gehe (Voren – 2,1 Kilometer ein Weg), die 30 Meter Höhenunterschied nehme ich mal in Kauf :) Die Landschaft ist hier nun ganz anders, die Berge nicht mehr so hoch (325 Meter) und viel Landwirtschaft wird hier betrieben. Ein Ort reiht sich in der Stavanger Region an den nächsten. Ich komme mir vor, als wäre ich schon in Dänemark. Wie gut, dass auf dem Weg nach Stavanger noch ein IKEA liegt und ich dort zum Mittagessen einkehre, am liebsten hätte ich mich vor Ort dann direkt ins Bett gelegt. Das mache ich natürlich nicht, auch lege ich mich nicht hin, als ich auf dem Campingplatz bin, aber ich hänge den gesamten Nachmittag und Abend nur noch ab. Das Wetter ist sogar noch ganz schön, bevor es abends umschlägt, es stürmt und regnet stark. Die Abfahrtszeiten der Fähren von Bergen, Stavanger und Kristiansand nach Hirtshals wurden alle verschoben. Na hoffentlich ist am Donnerstag wieder alles im Lot.
Am Sonntag, am Tag der Zeitumstellung, bin ich leider viel zu früh wach, es regnet ohne Ende und es lohnt sich wirklich nicht in die Stadt zu gehen, wenn alles geschlossen hat. Auch ergibt es keinen Sinn wandern zu gehen oder viel draußen zu machen. So überlege ich, was ich bei diesem Wetter noch in den verbleibenden Tagen machen kann und überbrücke irgendwie die Zeit, bis ich zum Stadion fahre. Mein nun fünfter Stadionbesuch in Norwegen, jetzt sind es tatsächlich mehr Stadien, die ich hier besucht habe als in Deutschland (wenn ich mich hier mal nur auf die Profispiele der 1.-3. Liga beziehe). Heute sitze bzw. stehe ich im Gästeblock meiner norwegischen Mannschaft Tromsø IL. Ich kann mir kaum vorstellen, dass ca. 100 Fans alle aus dem hohen Norden angereist sind (2062 Kilometer), die Entfernung von Bremen nach Stavanger würde übrigens nur 994 Kilometer betragen. Ich habe mal recherchiert, ein Flugticket (hin und zurück) würde bei früher Buchung 300 € kosten, mal abgesehen von den Übernachtungskosten, irre! Ich mag die Stimmung, die TIL trotz weniger Fans verbreitet, das Spiel ist auf Augenhöhe, obwohl Bodø Glimt und Viking FK sich seit Wochen den ersten Platz streitig machen und zwischen dem dritten Platz 16 Punkte liegen! Stavanger nutzt mal wieder (ich hatte sie ja bereits in Bergen gesehen) die wenigen Chancen eiskalt, gewinnt hinterher 3:1 und setzt sich somit wieder an die Tabellenspitze. Der Schiri hatte zudem Lust gelbe Karten zu verteilen. Wer die Zusammenfassung sehen will :) https://www.youtube.com/watch?v=zza7VqFLPRA Bei Minute 9:01 kann man mich sehen, wenn man es weiß, blaue Jacke unter dem „K“ von VIK.
Das Wetter bleibt unverändert und schüttet den gesamten Vormittag. Ich fahre noch kurz in die Innenstadt Stavangers, denn den Campingplatz muss ich erst um 15 Uhr verlassen. Schaue kurz im alten Teil der Stadt vorbei und sehe ein paar nette Wandmalereien, wie schade, dass es ein Geschäft nur für Fußballtrikots gibt und dieses montags und dienstags geschlossen hat. Dafür gibt es einen Second Hand Laden, den man mal wieder per App öffnen kann. Norweger, die mit der App Vipps bezahlen, können außerhalb der Öffnungszeiten hier die Ladentüren öffnen und einkaufen. In der Bibliothek gibt es ein nettes Angebot (snakke om meg), es scheint so, als ob die Leute einfach zum Schnacken vorbeikommen können und so ihre norwegischen Sprachkenntnisse erproben können. Ich hatte kurz Lust nachzufragen, mache mich aber dann doch relativ schnell wieder auf den Heimweg. Es geht weiter Richtung Süden an der Küste entlang und ich mache einen kleinen Abstecher in Bryne, Erling Haalands Heimatstadt, hier wird er durch einige große Graffits gehuldigt und evtl. auch durch ein Gewerbegebiet, zumindest trägt es den gleichen Namen J Im Anschluss fahre ich dann an die Küste und gehe in den Dünen spazieren, schlagartig wird auch das Wetter besser und ganz in der Nähe in Brusand finde ich einen schönen Platz ebenfalls in den Dünen. Leider kann ich das Wetter nicht lange genießen, denn meine pelzigen Mitbewohner sind wieder da oder waren nie ausgezogen. Aber es bleibt danach noch Zeit kurz die Restsonne bei einem Kaffee und einem weiteren Spaziergang durch die Dünen zu genießen. Das Wetter schlägt kurz danach wieder um, es stürmt und die Wellen sind wirklich groß.
Hier in den Dünen kam es mir so vor als wäre ich schon in Dänemark, aber als ich kaum 2 Kilometer weiterfahre bin ich mir sicher, dass ich noch in Norwegen bin, denn ich fahre durch eine riesige Felsbrockenlandschaft. Zunächst sieht das Wetter noch ganz in Ordnung aus, der Himmel ist bewölkt und es nieselt nur. Für mich geht es in die Nähe von Egersund, hier möchte ich zum Trollpikken wandern (knapp 5 Kilometer insgesamt), was mich da heute wieder einmal geritten hat, weiß ich auch nicht. Vielleicht wäre mal ein Schwimmbadbesuch angesagt oder ich hätte meinen Badeanzug einfach auf der Wanderung tragen sollen. Es schüttet wie aus Eimern und der Wind peitscht mir alles ins Gesicht, ich bin schon nach den ersten hundert Metern total nass. Das war klar, die Regenklamotten halten nach so vielen Wandertagen nicht mehr durch, die hätte ich mal zwischendurch waschen und imprägnieren müssen. Wenn schon nass, dann kann ich auch weitergehen, zunächst über eine ansteigende Schotterstraße und danach über Felsen, Treppen und kleinere Holzwege, die aber sowas von tip-top abgesichert wurden, dass man da auf gar keinen Fall ausrutschen kann. Im Anschluss sehe ich aus als wäre ich ins Wasser gefallen und muss einen kompletten Klamottenwechsel einlegen. Ich sitze dann noch ewig im Auto und fahre durch Nebel und Regen bis kurz vor Kristiansand. Mittlerweile haben wirklich kaum mehr Campingplätze auf oder wenn sie geöffnet sind, dann haben sie Küche und Toiletten geschlossen, das bringt mir gar nichts – von den Preisen mal ganz abgesehen. Daher bin ich ganz froh, dass dieser Organisationspunkt demnächst wegfällt, aber irgendwie fällt mir es doch schwer zu fahren. Morgen ist der letzte volle Tag, bevor es am Donnerstagnachmittag mit der Fähre nach Hirtshals geht. Mein Handy hat zudem jetzt eine absolute Macke, seit August kann ich keine Updates mehr machen und nach diesem Regenerlebnis funktioniert weder Kamera noch Ton, na Herzlichen Glückwunsch! Na immerhin reicht der Akku meines Laptops um das Ganze über das BVB Netradio zu verfolgen.
Siste dag i Norge, zumindest der letzte volle Tag, bevor es morgen Nachmittag auf die Fähre nach Dänemark geht. Ich bin wirklich traurig und könnte vielleicht noch bleiben, wenn äußere Umstände anders wären, klar, ich muss alleine schon wegen meines Saisonkennzeichens und meiner Allwetterreifen nun zurück. Hätte ich eine feste Unterkunft, dann könnte ich bestimmt noch einen Monat so weitermachen, aber es hilft ja alles nichts. Immerhin spielt das Wetter am Vormittag mit und ich muss nur 18 Kilometer nach Kristiansand fahren. Der Startpunkt meiner Wanderung zum Øyliblikk liegt am Sportplatz einer Schule, hier wird um 8:30 Uhr noch einem Jungen ein vergessener Rucksack durch das Autofenster gereicht :) Also irgendwie fast schon wieder wie in Deutschland, obwohl ich sonst eher den Eindruck hatte, dass in Norwegen die Kinder noch selbst zur Schule gelangen. Ich merke, dass heute jahrelange Routinen durchbrochen werden, mein Selfie am Start und Ziel der Wanderung bzw. ein Foto der Wanderkarte oder des Schildes vor Ort, das ist mit meinem Handy nicht mehr möglich. Klar, darum geht es bei einer Wanderung nie, aber mich erfreuen durchaus die vorher-nachher Bilder und ich erinnere mich nach Jahren sogar besser an die jeweilige Tour. Die letzten 5 Kilometer meiner Wanderreise sind emotional gar nicht so leicht, ich will das alles einfach noch nicht hinter mir lassen, diese Natur, die Einstellung der Menschen zur Natur und die offene Art machen es mir gerade verdammt schwer. Ich glaube das kann wirklich nur jeder verstehen, der mal mehr als 2 oder 4 Wochen unterwegs war und so tief in ein Land eingetaucht ist. Mein Weg führt mich durch den Herbstwald an großen Felsen und an 2 Stauseen vorbei. Wie gut, dass ein Teil des Weges dann noch etwas über Stock, Steine und eine Sherpatreppe führen, bevor es über Felsen zum Aussichtspunkt mit Hütte geht. Ich kann über viel Wald blicken, die Stadt und das Meer sehe ich eigentlich kaum. Im Anschluss fahre ich noch in die Stadt, die gibt mir aber nicht mehr so viel, außer einer schönen Waffel mit rømme og syltetøy :) Der Tag geht unspektakulär bei einem norwegischen Abschlussbierchen zu Ende. Morgen werde ich nach 107 Tagen die Heimreise antreten…
Kommentar hinzufügen
Kommentare